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Souveränität ArtikelDer Begriff Souveränität (von franz.: souveraineté, aus lat.: superanus, darüber befindlich, überlegen) beschreibt den Zustand einer natürlichen Person oder einer juristischen Person, der durch Eigenständigkeit, Selbstbestimmtheit und Vollmacht gekennzeichnet ist und nicht durch Fremdbestimmung. Diese Selbstbestimmtheit ist nicht rechtlich, sondern bestenfalls durch die Rücksichtname auf andere praktisch begrenzt.
Buch-Tipp: Begriffsschrift und andere Aufsätze Epochales Werk! Freges "Begriffsschrift" aus dem Jahr 1879 ist neben der "Analytica Priora" von Aristoteles das bedeutendste Werk der gesamten Logikgeschichte. Damit beginnt die moderne Logik. Souveränität in dem Völkerrecht | |
Im Völkerrecht genannt die Unabhängigkeit eines Staates von anderen Staaten und seine Selbstbestimmtheit (Staatssouveränität). Ein nicht souveräner Staat oder ein nicht souveränes Gebiet, z.B. ein Protektorat, unterliegen demgegenüber der Befehlsgewalt(oft ca. in Teilen) eines anderen Staates.
In dieser Bedeutung geht der Begriff auf Jean Bodin zurück. Seine Deutung verursacht Schwierigkeiten, da er sich in den verschiedenen Jahrhunderten entwickelt hat und auch heute noch unterschiedlich interpretiert wird.
Die staatliche Souveränität wird von der Mehrzahl der Meinungen als höchste Entscheidungsgewalt auf dem eigenen Hoheitsgebiet verstanden. Somit umfasst dieser Souveränitätsbegriff auch die Unabhängigkeit eines Staates von allen anderen. Die moderne Lehre lehnt diese Auffassung von staatlicher Souveränität jedoch ab, weil der moderne Staat sich in ein Geflecht internationaler (oder sogar supranationaler in dem Falle der Europäischen Gemeinschaft) Verpflichtungen begeben hat und dabei auf gewisse Hoheitsrechte verzichtet. In dem Völkerrecht wird daher der Begriff des Völkerrechtssubjekts benutzt.
Das Gegenstück zur staatlichen Souveränität ist die sog. Suzeränität .
Die Bundesrepublik Deutschland hat ihre staatliche Souveränität nachdem Zweiten Weltkrieg (nach der modernen Lehre) durch die abschließende Erklärung des Zwei-Plus-Vier-Vertrages wiedererlangt.
Siehe auch:
- Autonomie
Buch-Tipp: Bildung. Ein Essay Bildung zwischen Gesellschaft und Schulalltag Bildung ist zur Zeit wieder ein viel diskutierter Begriff. Von Hentig versucht diesen Tatbestand, den gesellschaftlichen bzw. politischen Einfluss, darzustellen. Für ihn spielen andere Wege zu dem unterrichtlichen Alltag eine große Rolle. Er zeigt jedoch auch neben seiner Kritik an der Bildungspolitik... |
Souveränität in dem Staatsrecht | |
Der Begriff Souveränität wird in dem innerstaatlichen Recht und in der politischen Theorie benutzt, um die absolute Freiheit zur Machtausübung in dem Inneren eines Staates zu nennen. So genannte man den Herrscher eines absolutistischen Staates häufig als den Souverän, und in demokratischen Gesellschaften ist von der Volkssouveränität die Rede, die darin besteht, dass alle staatliche Machtanwendung durch das Volk legitimiert ist und das Volk selbst Staatsform und Regierung bestimmen kann.
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Umgangssprachliche Verwendung | |
Des weiteren bezeichnet man auch die sichere Beherrschung von Fertigkeiten oder Kenntnissen als Souveränität, z.B. "Er löste souverän alle Aufgaben."
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